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Teil 3
Im September 99 verliert Eric Bischoff sein Amt und muss die Company verlassen. Einen Monat später übernehmen die bis dato kreativen Köpfe der WWF, Vince Russo und Ed Ferrara, die Geschicke der WCW. Während bei Raw Chris Kreski die Kreativaufgaben weiterleitet, bringen Russo und Ferrara bei Nitro keinen neuen Schwung rein, im Gegenteil. Die Shows wirken immer mehr wie geklonte Raw Ausgaben. Zusätzlich treten beide vor der Kamera auf und werden als „The Powers That Be“ bekannt. Ferrara parodiert sogar noch Jim Ross.
Bei Starrcade 99 kassiert Bret Hart durch einen falsch ausgeführten Kick Goldbergs eine Gehirnerschütterung, die ihm die Karriere kostet. Neben dem Verlust des Hitmans gerät die WCW in finanzielle und kreative Probleme. Auch bei den Ratings macht sich die Misere weiter deutlich bemerkbar, die Quoten sinken weiter. Dadurch werden Russo und Ferrara nach dem Titelgewinn Tank Abbotts suspendiert. Unter dem neuen Booker Kevin Sullivan wird zwar Chris Benoit bei Souled Out 2000 Champion, doch Backstage herrscht das totale Chaos. Deshalb verlassen Benoit, Eddie Guerrero, Perry Saturn und Dean Malenko die WCW in Richtung WWF, wo sie 15 Tage nach Benoits WCW Titelgewinn als The Radikalz debütieren. Die Verantwortlichen der WCW versuchen ab Januar 2000, die Ratings durch die Showkürzung von drei auf zwei Stunden wieder zu erhöhen. Die Quoten stagnieren aber bei 2,5. Zur gleichen Zeit fährt Raw die doppelte oder gar dreifache Quote ein.
Im April 2000 wird der aktuelle ECW Champion Mike Awesome von der WCW verpflichtet. Dies führt zu Problemen mit ECW Besitzer Paul Heyman. Beide Parteien einigen sich zu einem Auftritt Awesoms bei einem ECW Event. Dort verliert Mike seinen Titel an Taz, der unter WWF Vertrag steht. Bei SmackDown! verliert Taz den ECW Titel an WWF Champion Triple H. Für World Wrestling Federation ist dieser Titelwechsel ein Symbol für den bevorstehenden Sieg im Krieg. Am 10. April kehren Bischoff und Russo bei der WCW zurück. Beide sind ab sofort gleichgestellt, Bischoff hat mittlerweile kein Mitspracherecht mehr bei finanziellen Angelegenheiten. Gleich zu Beginn ihrer erneuten Amtszeit verkünden beide vor der Kamera ihre Allianz und kreieren das New Blood Stable mit Billy Kidman, Booker T und Buff Bagwell. Die drei versuchen die Kontrolle über etablierte WCW Stars wie Hogan, Flair oder DDP zu erlangen. Theoretisch sind die jungen Worker mit den Stars gleichgestellt, doch in der Realität fehlen ihnen entweder Charisma oder die Erfahrenheit. Die Fans interessiert diese Hauptstoryline nicht mehr, alles ähnelt zu sehr der Fehde zwischen der WCW und nWo von 1996 bis 1997.
Im Hintergrund werden die Verantwortlichen immer verzweifelter, denn der Turn Around gelingt nicht. Einen weiteren Versuch für bessere Ratings startet die WCW mit dem Schauspieler David Arquette, der Heavyweight Champion wird. In dieser Zeit hat die WCW wegen überteuerten Verträgen mit Altstars, sinkenden Werbeeinnahmen, fallenden Ticketverkäufen und teuren Stunts $ 62 Millionen Verlust gemacht. Ausgerechnet der zu dieser Zeit größte Star der Company, Goldberg, verletzt sich bei einem Backstage Segment und fällt für ein halbes Jahr aus. Anders als seiner Zeit die WWF und dem verletzten Austin versäumt es die WCW, neue Stars aufzubauen und zu pushen. Deshalb kann Goldberg nicht ersetzt werden. Jedoch verliert Bill bei seiner Rückkehr selbst sein Momentum, was wohl auch seinem Heel Turn geschuldet ist.
Kurz nachdem sich beim Bash at the Beach auf Anweisung Russos Jeff Jarrett in einem Titelmatch gegen Hogan wehrlos hinlegen musste, verlässt Bischoff aus Loyalität zu Hogan die WCW. Hogan hat laut Vertrag kreative Kontrolle über seinen Charakter und kann sich mit Russo vor dem Fight nicht über den Ausgang des Matches einigen. Russo feuert ihn im Ring daraufhin. Allerdings ist bis heute nicht ganz klar, ob die Rede von Russo gespielt oder echt ist. Das komplette Chaos bricht bei der WCW im September aus, als sich Russo eine Gehirnerschütterung zuzieht und Ferrara, Bill Banks, Jeremy Borash, Disco Inferno und andere Wrestler die Bookings übernehmen.
Am Ende des Jahres 2000 kommen Gerüchte auf, WCW werde verkauft. Die Gerüchte verhärten sich im Januar 2001 und werden von der Fusient Media Ventures Firma bestätigt. Die Firma steht unter der Führung Eric Bischoffs und verkündet den Kauf der WCW. Allerdings hängen an dem Vertrag die Turner Networks inklusive Nitro und Thunder auf TBS. Als jedoch Jamie Kellner CEO der Turner Broadcastings im gleichen Monat wird, entfernt er sämtliche WCW Sendungen vom Channel. Ohne Fernseshows macht für Fusient der Kauf keinen Sinn und die Firma zieht folgerichtig das Kaufangebot zurück. Nur die WWF ist von Jamie Kellners Time Slots unabhängig und kauft für circa $ 3 Millionen World Championship Wrestling inklusive aller Schutzmarken, Logos, Videothek und übernimmt Verträge von 25 Wrestlern. Der offizielle Kauf ist mit dem 23. März 2001 datiert.
Trotz der Übernahme werden viele WCW Main Eventer von AOL Time Warner weiter bezahlt, weil sie damals nicht direkt bei der WCW unter Vertrag stehen. Am 26. März findet auf TNT die letzte Nitro Show statt. Die Ausgabe enthält Segmente mit Vince McMahon und WWF Stars live von Raw. Mit Booker T vs. Scott Steiner gibt es das letzte Titelmatch, das Booker für sich entscheidet. Im Main Event, in Anlehnung an die erste Nitro Show, stehen Ric Flair und Sting. Letztgenannter gewinnt das letzte WCW Match mit dem Scorpion Deathlock. Nach der Umarmung der zwei Wrestler wird die Show mit einer Raw-Nitro Konferenz beendet. Shane McMahon behauptet darin, die WCW gehöre ihm und nicht seinem Vater Vince, da schließlich Shane O’Mac die Verträge unterschrieben habe.
An diesem Abend erreicht Nitro ein Rating von 3,0.
In Insgesamt 253 Kopf-an-Kopf Duellen siegt Monday Night Raw 158 Duelle, inklusive 122 Siegen am Stück von November 98 bis zum Ende. Nitro verbucht 110 Siege bei drei Unentschieden.
(Sascha)